ANruf

Am 16. Februar 2024 wurde der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny getötet. Um seinen Mut zu vergegenwärtigen, ruft eine wachsende Gruppe von Menschen den Namen «Alexej Nawalny» an jedem 16. eines Monats laut in die Welt hinaus.

Am 16. Februar starb der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny in der Strafkolonie Nr. 3 in Charp. Nawalny widersetzte sich und widerstand der russischen Diktatur. Er ist für seinen Einsatz gegen Korruption, für seinen Glauben an Freiheit und Humanität zum Märtyrer geworden. Um seinen Mut zu erinnern und zu wecken ruft eine wachsende Gruppe von Menschen den Namen «Alexej Nawalny» an jedem 16. eines Monats laut in die Welt hinaus.

Video 16. Juni: https://vimeo.com/972874800?share=copy (Video: Kathrina Steffen)

Video 16. Mai: https://vimeo.com/954704588?share=copy (Video: Julia Wilson, Lucas Gross)

(Bilder: Benjamin Ledergerber)

 

Betteln: Unsere tägliche Entscheidungsnot

Ich gehe auf einen Bettler zu. Mein Kopfkino springt an: Abwehrreflexe, Misstrauen, Mitgefühl. Doch wer bin ich eigentlich gleichzeitig für den Bettler? Wie nehmen Bettelnde uns Spendende und Passant:innen wahr? Klar ist: Sie holen alles aus uns raus, vom Besten bis zum Schlechtesten. (GasseZiitig Lozärn)

Ich gehe auf einen Bettler zu. Mein Kopfkino springt an: Abwehrreflexe, Misstrauen, Mitgefühl. Doch wer bin ich eigentlich gleichzeitig für den Bettler? Wie nehmen Bettelnde uns Spendende und Passant:innen wahr? Klar ist: Sie holen alles aus uns raus, vom Besten bis zum Schlechtesten. (GasseZiitig, Winter 23)

«Postres»

Post-it-Installation in der Semesterausstellung des Studio-Lab «Post-?» im Masterstudiengang der HSLU Kunst & Design Luzern

Das Studio-Lab «Post-?» im Masterstudiengang der Hochschule Kunst&Design Luzern befragt künstlerisch die Echos der Zukunft. Was künden Postmoderne, Posthumanismus oder Postapokalypse an, wie kann Kunst die Verheissungen und – vor allem – Schreckensszenarien antizipieren? Meine Arbeit aus Post-it’s lehnt sich ästhetisch an eine strukturierte, technische und kühle Post-Welt an, um sie gleichzeitig inhaltlich zu ergänzen: «Postres» (span. «Desserts») postuliert die Vision einer Post-Post-Welt, die über die Dystopien einer durchrationalisierten Zukunft im Zeichen von Robotern, Überwachungsängsten und emotionaler Verarmung hinausreicht. Die Arbeit drückt die Überzeugung aus, dass auch in Zukunft süsse Festessen, sinnliche Verführungs- und zwischenmenschliche Anziehungskraft die Welt human durchdringen werden.

 

Die Stimme der Angehörigen

SUCHT / Sie versetzen Berge für andere – und müssen schauen, dass sie selbst nicht vor die Hunde gehen. Sie werden laufend versetzt und freuen sich riesig über ein Familientreffen, das einfach mal klappt. Frau Locher und Frau Antonino erzählen vom Leben als Angehörige von Suchtbetroffenen. (GasseZiitig Lozärn)

GasseZiitig Lozärn

«deus ex lamina»

Eine Autostopp-Performance mit verschiedenen Schildern in Emmenbrücke. Ursprünglich vorgesehen für das Migma Performance Festival vom 6.-7. November 2020 (abgesagt).

Autos nerven mich, besonders die fetten. Ich mag Autostopp. Wenn ich stöpple, passiert etwas: In meiner Bedürftigkeit werde ich weicher. Das Blech der Autos wird durchlässig. Menschen werden darin erkennbar. Ich ersuche um Augenblicke der Beziehung und fühle mich darin erkannt, unabhängig davon, ob die Autos halten.

Bilder: Sonja Rindlisbacher

Bilder: Sonja Rindlisbacher